{"id":667,"date":"2011-10-03T15:54:54","date_gmt":"2011-10-03T15:54:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.moviecops.ch\/wordpress\/?p=667"},"modified":"2011-10-04T13:05:45","modified_gmt":"2011-10-04T13:05:45","slug":"anzeige-%e2%80%93-aktenzeichen-%e2%80%9cgck-1011-05","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.moviecops.ch\/wordpress\/?p=667","title":{"rendered":"Anzeige \u2013 Aktenzeichen \u201cGCK-1011-05&#8243;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.moviecops.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/DLK-Cover.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.moviecops.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/DLK-Cover.jpg?resize=250%2C360&#038;ssl=1\" alt=\"\" title=\"DLK-Cover\" width=\"250\" height=\"360\" class=\"aligncenter size-full wp-image-668\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.moviecops.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/DLK-Cover.jpg?w=250&amp;ssl=1 250w, https:\/\/i0.wp.com\/www.moviecops.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/DLK-Cover.jpg?resize=208%2C300&amp;ssl=1 208w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><\/p>\n<p><u><strong>Grund f\u00fcr die Anzeige:<\/strong><\/u><\/p>\n<p><strong>DER LETZTE KANNIBALE<\/strong><\/p>\n<p><u><strong>Tatverd\u00e4chtiger:<\/strong><\/u><\/p>\n<p>Der Kannibale <em>(der letzte)<\/em><\/p>\n<p><u><strong>Tatbestand:<\/strong><\/u><\/p>\n<p>In den unscheinbaren W\u00e4ldern von Silschede haust <strong>er<\/strong>: <em>Der letzte Kannibale<\/em>! Genau das Richtige f\u00fcr den Regisseur Alan Jates (Sebastian Zeglarski), welcher darin die optimale Gelegenheit erkennt, sich seinen Traum zu erf\u00fcllen: Er m\u00f6chte einen echten Snuff-Film drehen! Unter der F\u00fchrung des <em>Einsiedlers<\/em> (Master W alias Werner Timm) begibt sich Alan zusammen mit einem Satanisten\/Hexer und einem Aushilfs-S\u00f6ldner in eben diese W\u00e4lder, wo das blutige Grauen bereits auf die Gruppe wartet. Die Jungs von <strong>P.S.Y.C.H.O. Productions<\/strong> hatten kurz zuvor noch ein Interview mit Alan Jates gef\u00fchrt (oder umgekehrt)\u2026und sie waren es auch, welche sp\u00e4ter dessen Camcorder finden sollten. Vom Regisseur fehlt nach wie vor jede Spur.<br \/>\nNach reiflicher \u00dcberlegung wurden die mit seiner Kamera gefilmten &#8211; und extrem schockierenden &#8211; Aufnahmen nun, als Warnung f\u00fcr die Allgemeinheit, unter dem Titel <strong>DER LETZTE KANNIBALE<\/strong> ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p><u><strong>Beweisaufnahme:<\/strong><\/u><\/p>\n<p>Das selbstst\u00e4ndige Ver\u00f6ffentlichen potenziellen Beweismaterials ist uns <em>MovieCops<\/em> prinzipiell ein Dorn im Auge, denn so etwas behindert immer laufende Verfahren und f\u00fchrt zu unn\u00f6tigen \u00dcberstunden f\u00fcr unsere Berufsgattung. Schon alleine deswegen mussten wir uns dieses Falles annehmen! Ausserdem besteht in solchen F\u00e4llen auch immer der Verdacht, dass sich jemand ungerechtfertigt bereichern will, und dies auf Kosten einzelner Trag\u00f6dien. Nach Anstand und Moral kann man dies nicht Gutheissen&#8230;doch im Sinne einer Warnung sieht die Sachlage dann doch ganz anders aus, denn wer will schon beim sonnt\u00e4glichen Spaziergang durch den Wald verspeist werden? Eben!<\/p>\n<p>Fairerweise m\u00fcssen wir ausserdem gestehen, dass Crippler Criss und Master W uns sofort eine Kopie geschickt haben, und uns somit auch nichts vorenthalten haben. Das &#8211; in Zusammenhang mit dem Beweggrund die \u00f6ffentliche Sicherheit zu erh\u00f6hen &#8211; ist wahre Zivilcourage, wof\u00fcr wir den beiden Herren zur Einleitung erst einmal ein herzliches <strong>DANKE<\/strong> aussprechen wollen&#8230;und wovon sich RTL &#038; Co. mal eine Scheibe von abschneiden k\u00f6nnten!<\/p>\n<p>In Sachen Form handelt es sich bei dieser Anzeige um einen Kurzfilm im Doku-Stil. Doch wer nun Wackelbilder <em>\u00e0 la<\/em> <strong>BLAIR WITCH PROJEKT<\/strong> oder <strong>CLOVERFIELD<\/strong> bef\u00fcrchtet kann sich beruhigt zur\u00fccklehnen, denn davon distanziert sich <strong>DER LETZTE KANNIBALE<\/strong> auf sehr angenehme Weise. Die Bilder sind zwar von einem Camcorder, doch ist dieser mit relativ ruhiger und sicherer Hand gef\u00fchrt worden (mal abgesehen von ein paar Momenten, in welchen dies keinen Sinn ergeben w\u00fcrde). Des Weiteren hat man sich einer Idee aus J. J. Abrams Monsterfilm bedient, um abwechselnd Szenen aus dem Wald und vom Interview mit P.S.Y.C.H.O. Productions zeigen zu k\u00f6nnen, was viel Raum f\u00fcr humorvolle Sequenzen er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Dieser Raum wird dann auch tats\u00e4chlich genutzt, und egal ob es sich um Anspielungen auf Horror-Klassiker oder aktuellere Promi-Eskapaden handelt: so ziemlich jeder Gag z\u00fcndet hier! Master W l\u00e4sst dabei seinen aus <strong>DAS GEHEIMNIS DER ZAUBERPILZE<\/strong> bekannten Einsiedler wieder aufleben, und schm\u00fcckt diesen abermals mit einem Akzent, welcher wie ein <em>Hybrid aus Holl\u00e4ndisch und Schwyyzerd\u00fc\u00fctsch<\/em> klingt. Dabei zeigt er einmal mehr sein kom\u00f6diantisches Talent, welches sich neben den vielen Gags und der gelungenen Darbietung von Sebastian Zeglarski haupts\u00e4chlich f\u00fcr das Funktionieren dieses neuen P.S.Y.C.H.O.-Kurzfilms verantwortlich zeichnet.<\/p>\n<p>Doch auch dieses Mal muss ein wenig Kritik angebracht werden, daf\u00fcr aber so wenig, wie noch nie zuvor! Neben dem teilweise recht h\u00f6lzernen Agieren einzelner Nebenfiguren st\u00f6rt vor Allem die Tatsache, dass man hin und wieder die Dialoge einfach nicht verstehen <strong>kann<\/strong>. Das kommt zwar nur ein paar Mal vor, doch als untersuchender <em>MovieCop<\/em> stellt man sich unweigerlich die Frage, ob dies nicht h\u00e4tte vermieden werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Abgesehen von diesen beiden Ordnungswidrigkeiten kann man aber unterm Strich nur von einem \u00e4usserst gelungenen und spassigen Kurzfilm sprechen, vorausgesetzt man besitzt zumindest eine kleine Affinit\u00e4t f\u00fcr charmanten Trash aus <em>Deutschen Landen<\/em>.<\/p>\n<p><u><strong>Urteil:<\/strong><\/u><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.moviecops.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/4-Handschellen_bearbeitet.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.moviecops.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/4-Handschellen_bearbeitet.jpg?resize=538%2C194&#038;ssl=1\" alt=\"\" title=\"4 Handschellen_bearbeitet\" width=\"538\" height=\"194\" class=\"aligncenter size-full wp-image-669\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.moviecops.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/4-Handschellen_bearbeitet.jpg?w=538&amp;ssl=1 538w, https:\/\/i0.wp.com\/www.moviecops.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/4-Handschellen_bearbeitet.jpg?resize=300%2C108&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 538px) 100vw, 538px\" \/><\/a><\/p>\n<p><u><strong>Schlusswort:<\/strong><\/u><\/p>\n<p>Wer bisher mit den von uns vorgestellten Filmen der P.S.Y.C.H.O.s nichts anfangen konnte, der wird dies wahrscheinlich auch im Falle von <strong>DER LETZTE KANNIBALE<\/strong> nicht k\u00f6nnen. Trotzdem bleibt festzuhalten, dass dieser 15-min\u00fctige Kurzfilm den bisherigen Schaffens-H\u00f6hepunkt der <em>Macher aus Gevelsberg<\/em> darstellt. Kurz, knackig und auf den Punkt gebracht ist dieser sehr lustige Film ein kurzweiliges Vergn\u00fcgen, welches sich grunds\u00e4tzlich kein Horrorfan entgehen lassen sollte!<\/p>\n<p>Wenn nun noch die kleinen M\u00e4ngel in Sachen Nebendarsteller und Ton verbessert werden, gibt es an diesen Amateur-Produktionen wirklich kaum noch etwas auszusetzen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grund f\u00fcr die Anzeige: DER LETZTE KANNIBALE Tatverd\u00e4chtiger: Der Kannibale (der letzte) Tatbestand: In den unscheinbaren W\u00e4ldern von Silschede haust er: Der letzte Kannibale! 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