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Grund für die Anzeige:

THE WHOLE TRUTH – LÜGENSPIEL


DVD-/BD-Veröffentlichung:
06.04.2017 (CH & D)

Tatverdächtige(r):

Richard Ramsey

Tatbestand:

Der 17-jährige Mike Lassiter (Gabriel Basso) steht unter Verdacht seinen Vater Boone (Jim Belushi) vorsätzlich ermordet zu haben. Der mit der betroffenen Familie befreundete Strafverteidiger Richard Ramsey (Keanu Reeves) übernimmt den Fall. Die Aufgabe erweist sich für Ramsey als besonders schwierig, da sich der junge Mann seit der Tat in Schweigen hüllt und sämtliche Beweise gegen ihn sprechen.

Nun liegt es an Ramsay, gemeinsam mit der jungen Anwältin Janelle Brady (Gugu Mbatha-Raw), die Jury von Mikes Unschuld zu überzeugen. Doch schon bald wird klar, dass keiner im Zeugenstand die ganze Wahrheit sagt…

Beweisaufnahme:

Courtney Hunts Versuch an ihrem Regiedebüterfolg FROZEN RIVER von 2008 anzuknüpfen, scheint nicht zu fruchten. Bereits im Vorfeld gab es Probleme, da Daniel Craig, der ursprünglich für die Rolle des Richard Ramsey vorgesehen war, vier Tage vor Drehbeginn aus nicht bekannten Gründen abgesprungen ist. Zwei Monate später als geplant konnte man dann mit Keanu Reeves als Ersatz mit den Dreharbeiten zu THE WHOLE TRUTH beginnen.

Reeves wie auch die restlichen Akteure machen einen soliden Job, zumindest was das Drehbuch herzugeben vermag. Die Charaktere im Film sind allesamt sehr oberflächlich gehalten, wodurch es einem als Zuschauer schwer fällt grosse Sympathien oder Antipathien mit den einzelnen Rollen aufbauen zu können. Einzige Ausnahme ist die Rolle des Boone Lassiter (Jim Belushi), bei dem von Anfang an kein Geheimnis daraus gemacht wird, um was für einen fiesen Widerling es sich bei ihm handeln muss. Ob das mit den ansonsten oberflächlichen Rollen so gewollt ist, sei dahin gestellt. Bei FROZEN RIVER war das sehr ähnlich, schadete in diesem Fall jedoch überhaupt nicht. Meiner Meinung nach sollte das in einem Gerichtsfilm aber schon ganz anders sein.

Die Dialoge des Staatsanwaltes und des Verteidigers fallen somit während der gesamten Gerichtsverhandlung doch sehr dünn aus: Keiner der Zeugen wird richtig durch den Fleischwolf gedreht, wie man es von anderen Gerichtsthrillern gewohnt ist. Ein leises “Ping” vom Staatsanwalt gefolgt von einem noch leiseren “Pong” vom Verteidiger beschreiben den Spannungsbogen im Gerichtssaal relativ genau, nämlich als total langweilig. Gut, berechtigterweise muss man erwähnen, dass dem Verteidiger anfangs durch das Schweigen seines Mandaten die Hände gebunden sind. Aber auch nachdem dieser sein Schweigen bricht und alles eine Wende nimmt, bleibt die Atmosphäre im Gerichtssaal eher ruhig und öde. Böse gesagt, schafft es nur ein Stummfilm die Dialoge zu unterbieten.

Die Idee, im Vorfeld Informationen über die Geschworenen einzuholen, damit man die einflussreichste Geschworene der Gruppe ausfindig machen konnte, schien mir sehr interessant zu sein und ich war entsprechend auf die Umsetzung während des Gerichtsverfahrens gespannt. Vor allem auf das Vorhaben, wie und wann man versucht auf die Person Einfluss zu nehmen. Doch eigentlich hätte man sich dieses Element auch sparen können da es für den Verlauf der Geschichte schlussendlich keinerlei Bedeutung hat.

Was THE WHOLE TRUTH gut macht, sind die Rückblenden, welche während der Zeugenbefragung gezeigt werden und dem Zuschauer deutlich machen, dass die jeweiligen Aussagen der Befragten nicht unbedingt ganz der Wahrheit entsprechen. Der Versuch, den Zuschauer mit einem möglichst überraschenden Ende umzuhauen, misslingt dafür vollkommen, da er zumindest aus meiner Sicht doch sehr vorhersehbar ist.

Urteil:


(mit Keanu-Bonus sind es 3/5)

Schlusswort:

Ein Film, der trotz gutem Cast – und einer alten, neuen oder neuen, alten Zellweger (?) – nicht wirklich überzeugen kann. Wer sich auf einen sehr ruhigen, anspruchslosen Gerichtsfilm mit verhältnismässig wenig Dialogtiefe und Spannung einlassen will, dem sei er jedoch wärmstens empfohlen.

*** GEWINNSPIEL ***

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Der Einsendeschluss ist der 11.06.2017

Die Teilnahme an Gewinnspielen ist grundsätzlich ab 18 Jahren erlaubt
Die Gewinner werden persönlich benachrichtigt – Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

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